The Law of Attraction

Was bisher geschah…

Vor ungefÀhr sechs Wochen habe ich beschlossen aus einem Status der latenten Unzufriedenheit meine persönliche Weiterentwicklung anzutreiben und etwas zu verÀndern. Das Problem dabei: Ich wusste nicht, was.

Nach einigen Wochen des Reflektierens, GrĂŒbelns und in mich Gehens, habe ich nun die Vorstellung von einem konkreten Plan losgelassen und konzentriere mich statt dessen darauf WIE ich leben will.

Ich habe mich intensiv mit meinen Werten auseinandergesetzt, habe definiert, was fĂŒr mich “Erfolg” bedeutet und diverse Persönlichkeitstests, die ich in der Vergangenheit gemacht habe, re-evaluiert.

The Law of Attraction

Mittlerweile weiß ich etwas genauer, WIE ich leben will. Ich möchte einen Beruf haben, der Menschen Geborgenheit, Sicherheit und Zutrauen gibt. Ich möchte von zu hause arbeiten können, vorzugsweise in Yoga-Hose. Ich möchte weniger arbeiten als bisher (60h +) und mit Menschen in Kontakt sein. Ich möchte zeit haben fĂŒr meine Familie und Sport. Ich möchte daheim ein schönes, helles Arbeitszimmer haben, in das ich mich immer wieder zurĂŒckziehen kann. Ich möchte nicht alleine arbeiten, sondern mit Gleichgesinnten in Kontakt und in Reflexion sein. Ich möchte, dass sich durch meine Arbeit etwas auf der Welt verbessert. Ich möchte nachhaltig und sorgsam arbeiten. Ich möchte so viel Geld verdienen, dass ich finanziell unabhĂ€ngig bin und mir einen halbwegs komfortablen Lebensstil ermöglchen kann.

Diese Liste an “ich will…” treibt mir immer noch die Schamesröte ins Gesicht. Ich fĂŒhle mich wie ein Kind im SĂŒĂŸgkeitenladen, dass unverholen und unverschĂ€mt alles fĂŒr sich deklariert.

Gleichzeitig hat sich diese Fokussierung und PrĂ€zisierung meiner Vorstellung bereits spĂŒrbar ausgewirkt: Mitten in der Corona-Zeit, habe ich meine Arbeitsstunden reduziert, arbeite von daheim, genieße es Sport mit meinem Partner zu machen und telefoniere viel mit Freunden. Alles in der Yoga-Hose selbstverstĂ€ndlich.

Plötzlich habe ich Zeit Dinge zu tun, die mir Energie geben. Ich schreibe. Schreibe vor mich hin ohne zu wissen, ob es jemals jemanden gibt, den das interessiert? Ich bemerke wie es mich erfĂŒllt und ich mehr davon tun will. WILL. Menschenskind, was ich alles WILL. Und Sonntag erhalte ich aus heiterem Himmel die Anfrage, ob ich bei einem Buch ĂŒber VerĂ€nderungen mitwirken will. JA! What else?

The Law of Attraction nennt mein Coach dieses PhĂ€nomen von sich etwas wĂŒnschen und zusehen, wie es sich manifestiert. Ich recherchiere. Die Bilder strotzen voll Sonnenauf- und UntergĂ€ngen und von romantischen Zitaten Verfasser unbekannt. Immer wieder eine Abbildung des Universums (bzw. den Teil, den man abbilden kann) mit dem Verweis auf die Kraft dessen. Ich finde Worte wie Geheimnis, Magie,… Not my cup of tea. Daneben kritische Berichte, Zerreissproben und BeweisfĂŒhrungen.

Nach etwas lĂ€ngerer Betrachtung, komme ich zur Einsicht: Wie so oft gibt es gute AnsĂ€tze, die ĂŒbertrieben oder mystifiziert zu ĂŒberzogenen Erwartungen fĂŒhren. An eine magische Kraft des Universums, die all meine WĂŒnsche erfĂŒllt (Achtung: hier dĂŒrfte fĂŒr viele Geld eine zentrale Rolle spielen) glaube ich nicht. Viel mehr glaube ich, dass die Manifestation meiner konkreten Wunschvorstellungen daran liegt, dass ich beginne mich damit auseinanderzusetzen, meinen Fokus darauf lege und plötzlich wahrnehmen kann, was davon alles schon in meinem Leben prĂ€sent ist. Das korrespondiert mit den AnsĂ€tzen klassischer positiver Psychologie Ă  la Barbara Fredrickson.

FĂŒr mich scheint es in jedem Fall zu funktionieren. Wenn auch schneller, unkoordinierter und intensiver als geplant. Aber davon ein andermal mehr.